Kurt Schwitters

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9. April 1940
Einmarsch deutscher Truppen in Norwegen. Mehrwöchige Flucht, gemeinsam mit Ernst und dessen Frau Esther, über Molde und die Lofoten nach Tromsø im Nordwesten von Norwegen. In Åndalsnes und auf den Lofoten kurzzeitige Verhaftungen der Flüchtlinge durch die norwegische und englische Militärverwaltung.

8.–18. Juni 1940
Überfahrt auf dem Eisbrecher Fridtjof Nansen nach Schottland.

Internierungslager Hutchinson Camp, Douglas, 1940/411940/41
Internierung in verschiedenen Lagern in Schottland und England: zehn Tage in Midlothian südlich von Edinburgh, zwei Wochen in Edinburgh, sechs Wochen in York, zirka vier Wochen in Bury bei Manchester (Lancashire) sowie schließlich ab dem 17. Juli im Hutchinson Camp in Douglas auf der Isle of Man in der Irischen See (bis zum 21. November 1941).
Einrichtung eines Ateliers im Hutchinson Camp. Entstehung zahlreicher Porträts von Mitinternierten sowie regelmäßig Vorträge im Künstlercafé des Lagers (unter anderem Vortrag seines ersten englischen Gedichtes silence). Veröffentlichung von Geschichten (unter anderem The Story of the Flat and Round Painter) in der Lagerzeitschrift The Camp.
Mitgliedschaft im FDKB (Freier Deutscher Künstlerbund) in Großbritannien, gegründet 1938 von Fred Uhlman.

5. Oktober 1940
Silberhochzeit, die Schwitters im Internierungslager alleine feiert.

Kurt Schwitters, Ohne Titel (Porträt Alfred Sohn-Rethel 1), 1941November 1940
Beteiligung an einer Ausstellung im Internierungslager mit gegenständlichen Bildern.

5. Januar 1941
Brand im Atelier.

Dezember 1941
Nach der Entlassung aus der Internierung Umzug nach London, 3 St. Stephen's Crescent. Erstes Treffen mit Edith Thomas (genannt »Wantee«), der späteren Lebensgefährtin von Schwitters.

Februar 1942
Beteiligung an der Ausstellung »AIA 1942 Members' Exhibition« der Artists' International Association in London.

Mai 1942
Begegnung mit Ben Nicholson und seiner Frau Barbara Hepworth.

August 1942
Umzug in den Londoner Vorort Barnes, 39 Westmoreland Road, zusammen mit Ernst Schwitters und dessen norwegischem Kollegen Gert Strindberg.

September 1942
Urlaub mit Edith Thomas im Lake District.

1943–1945
Vermehrt Entstehung kleiner abstrakter (Gips-)Plastiken.

8./9. Oktober 1943
Zerstörung des Hauses in der Waldhausenstraße 5 in Hannover mit dem Merzbau durch eine Brandbombe.

Januar/Februar 1944
Beteiligung an der Ausstellung »The World of Imagination« in der Modern Art Gallery von Jack Bilbo in London.

März/April 1944
Beteiligung an der Ausstellung »konkrete kunst« in der Kunsthalle Basel.

April 1944
Schlaganfall während einer schweren Grippe mit vorübergehender Lähmung einer Körperhälfte.

22.–26. August 1944
Teilnahme an einer vom PEN-Club organisierten Konferenz, dort Begegnung mit Stefan und Franziska Themerson und Lucia Moholy-Nagy.

29. Oktober 1944
Tod von Helma Schwitters aufgrund einer Krebserkrankung. Kurt Schwitters erfährt erst im Dezember von ihrem Tod.

Dezember 1944
Einzelausstellung in der Modern Art Gallery in London; Einführung und Katalogtext von Herbert Read.

Kurt Schwitters im Lake District, 194526. Juni 1945
Umzug mit Edith Thomas nach Ambleside im Lake District, 2 Gale Crescent.
Begegnung mit dem Lehrer Harry Bickerstaff und der Künstlerin Hilde Goldschmidt. Lebensunterhalt durch Porträt-, Landschafts- und Stilllebenmalerei.
Finanzielle Unterstützung durch Walter Dux, London, einem ebenfalls emigrierten befreundeten Industriellen aus Hannover.

16. November 1945
Reise nach London zur Hochzeit von Ernst Schwitters und seiner zweiten Frau Lola »Eve« Mehrgut aus Hamburg.

28. Dezember 1945
Tod der Mutter Henriette Schwitters.

1945–1947
Reisen nach London sowie Fahrten nach Manchester, Liverpool, Southport, Blackpool, Preston und Penrith wegen Porträtaufträgen und Farbeinkäufen.

1946
Veröffentlichung von 13 Gedichten in Carola Giedion-Welckers Anthologie der Abseitigen – Poètes à l'Écart, Benteli, Bern.

Februar/März 1946
Körperlicher Zusammenbruch aufgrund einer Blutstauung, verbunden mit einer viertägigen Erblindung. Durch die Krankheit bedingter Umzug in einen tiefer gelegenen Ortsteil von Ambleside (4 Millans Park).

Sommer 1946-Frühjahr 1947
Arbeit an der mit Raoul Hausmann geplanten Zeitschrift PIN.

September/Oktober 1946
Beteiligung als Nichtmitglied an der Jahresausstellung der Lake Artists' Society in Grasmere; weitere Beteiligung als Mitglied 1947; auch 1948 (nach seinem Tod) werden dort Werke von ihm ausgestellt.

Oktober-Dezember 1946
Mehrwöchige Bettlägerigkeit infolge eines Oberschenkelhalsbruchs (8. Oktober); zunehmende finanzielle Krise.

Februar/März 1947
Reise mit Edith Thomas nach London; Asthmaanfall; zweiwöchiger Aufenthalt zur Erholung in Broadstairs. Veranstaltung zweier Merzabende in der London Gallery (5. und 7. März). Vergeblicher Versuch, den BBC für eine Aufnahme der Ursonate zu gewinnen.

9. Juni 1947
Geburt des Enkelsohns Bengt Schwitters in Bærum, Norwegen.

Kurt Schwitters in Elterwater, 194720. Juni 1947
60. Geburtstag; Gewährung eines Stipendiums von 1.000 Dollar des Museum of Modern Art, New York, ursprünglich zur Wiedererrichtung oder Fortführung einer der Merzbauten in Hannover oder Lysaker; verwendet für die Arbeit an einem neuen Merzbau, der Merz Barn, auf der Cylinders Farm von Harry Pierce bei Elterwater (Lake District).

14. Juli 1947
Blutsturz, Unterbrechung der Arbeit an der Merz Barn.

5. August 1947
Veröffentlichung des Artikels Kurt Schwitters. Konstruktive Metamorphose des Chaos von Carola Giedion-Welcker zum 60. Geburtstag von Kurt Schwitters in der Züricher Weltwoche.

Das Grab der Familie von Kurt Schwitters in Hannover, 2007 Mitte Dezember 1947
Einlieferung in das Krankenhaus von Kendal.

7. Januar 1948
Bewilligung der englischen Staatsbürgerschaft.

8. Januar 1948
Tod von Kurt Schwitters im Beisein von Edith Thomas und Ernst Schwitters im Krankenhaus von Kendal. Todesursache sind ein akutes Lungenödem und eine Herzmuskelentzündung.

10. Januar 1948
Beisetzung auf dem Friedhof St. Mary's in Ambleside.

4. September 1970
Überführung auf den Engesohder Friedhof in Hannover; das Grab in Ambleside mit dem 1966 von Edith Thomas errichteten Grabstein bleibt erhalten.




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